gegen Null kalkuliert

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Gute Nachrichten!

Na dann!

Ersatzfahrplan aus der Hölle

Was will mir der Schienenersatzverkehrsfahrplan sagen? Falls das ein Intelligenztest ist, bin ich durchgefallen …

Donald Duck im Ruhrgebiet

Nette August-Ausgabe der Micky Maus!

KI und Hausaufgaben

Dieser Artikel geht gerade um und versetzt Eltern in Angst und Schrecken: Die Noten von Kindern, die KI für Hausaufgaben einsetzen, stürzen ab!

Die Studie stammt aus China, und die Teilnehmeranzahl ist nicht riesig, aber solide.

Und das Ergebnis ist differenzierter:

Bei den Schülern ohne KI-Nutzung (blau) seht ihr einen klaren linearen Zusammenhang: Wer bessere Noten für seine Hausaufgaben bekommt, bekommt auch bessere Noten in der Klassenarbeit.

Die Schüler mit KI-Nutzung (rot) folgen dem Trend bei schlechten Noten. Wenn sie jedoch exzellente Noten für ihre Hausaufgaben bekommen, stürzen sie in den Klassenarbeiten regelrecht ab.

Schuld ist nicht die KI per se. Das wird deutlich, wenn man die Schüler nach Hausaufgabendauer aufschlüsselt:

Wer seine Hausaufgaben in 25 Minuten von KI hinklatschen lässt, stürzt in der Klassenarbeit wie erwartet ab.

Bei Schülern, die 60–75 Minuten lang Hausaufgaben machen, spielt es keine Rolle, ob sie KI nutzen oder nicht – sie setzen sich lange genug mit dem Stoff auseinander, um ihn zu verstehen.

Darüber verrauscht die Studie. Schüler, die mehr als 75 min in ihre Hausarbeiten investieren, haben nochmal bessere Noten – und können diese mit KI auch noch verbessern.

Unterm Strich bedeutet das schlicht: Man muss sich lange genug mit dem Stoff auseinandersetzen, um ihn zu verstehen. Dann ist es egal, ob man sich von KI helfen lässt oder nicht. Nur, wer seine eh zu kurze Hausaufgabenzeit mit KI weiter abkürzt, verliert ganz klar den Anschluss.

Serial Experiments Soprano

Jemand hat das Intro der japanischen Animé-Serie Serial Experiments Lain mit The Sopranos-Ausschnitten nachgebaut. Absolut episch – sogar shome pulp kommt vor!

Der Song ist Duvet der britischen Band bôa, mit Jasmine und Steve Rodgers – den Kindern des Rockmusikers Paul Rodgers.

Hui, KI

Diese Diagramme sind ziemlich unwissenschaftlich zusammengekratzt, die Größenordnungen hauen aber hin:

LLMs sind 3000× günstiger im Übersetzen von Texten als menschliche Übersetzer, und haben deren Fähigkeiten weit übertroffen. Das ist aber nichts Neues – Google Lens gibt es seit Jahren.

Wesentlich interessanter sind die anderen Barrieren, die dieses Jahr gefallen sind: LLMs haben Menschen in Expertenwissen, fluidem Schlussfolgern, und quantitativer Kompetenz überholt. Alle drei sind nun um den Faktor 100 günstiger durch LLMs zu erledigen als durch Menschen.

Wann immer LLMs in einer menschlichen Disziplin überholen, tun sie das direkt um eine bis zwei Größenordnungen günstiger als Menschen.

Die Bereiche mit großer Stagnation, in der Menschen den Maschinen noch voraus sind, sind Langzeitgedächtnis und Feinmotorik. In beiden werden keine großen Verbesserungen erwartet, aber wir können nächstes Jahr auf diesen Artikel zurückkommen.

Ach, ByteDance

Das Linux-Magazin LWN.net kämpft, wie alle großen Websites, gerade gegen eine Flut von KI-Bots.

Ihr könnt euch wirklich nicht vorstellen, wie viele das sind. Ich habe auf meinen Websites mittlerweile in zwölf Stunden so viel Traffic wie im gesamten Jahr 2022.

Warum? Weiß niemand. Wo diese Scraper herkommen? Weiß auch niemand so richtig.

Es ist aber definitiv ein riesen Problem, das gerade das Internet ruiniert. Gigantische Konzerne wie Facebook können sich gegen den Traffic wappnen; kleine Blogs wie gg0 … nicht. Wenn ihr gerade überall Captchas lösen und Knöpfe klicken müsst, um auf eine Website zu kommen, und dann ist die trotzdem langsam, dann sind diese Scraper der Grund.

Jedenfalls bin ich durch den Artikel auf dieses Paper von ByteDance gekommen, dem größten chinesischen Video-Anbieter: Managing Edge Resources at Scale

Das Paper hat einen echt alarmierenden Abschnitt:

Given the massive viewer number and continuously increasing video quality, it is imperative to effectively reduce bandwidth cost to control expenses. Starting in 2020, ByteDance began exploring the use of edge nodes as a partial replacement for CDNs. These nodes mainly consist of idle computing resources on the Internet (e.g., smart home devices and outdated servers), and they are collected by third-party companies and sold in bundles to us at a heavily discounted price compared to CDNs. While these resources offer sufficient storage and network connectivity, they do not guarantee computation capability, system reliability, or service availability. Therefore, the technical challenge for us is how to make use of these cost-efficient but less-performant resources.

Wow. Just wow.

Mal übersetzt:

Die chinesische Mafia infiziert Computer mit Viren – vor allem Smart-Home-Geräte, Smartphones, und Server, die lange keine Sicherheits-Updates bekommen haben.

Die Mafia verkauft den Zugang zu diesen gekaperten Geräten dann an ByteDance, in der Größenordnung von Hunderttausenden auf einmal. Extra günstig natürlich, denn keine seriöse Firma würde so etwas je anpacken!

ByteDance füllt die fremden Geräte dann mit Filmausschnitten und nutzt sie als Server, so dass Besucher ihrer Streaming-Plattformen von dort ihre Filme bekommen statt von ByteDances Servern. Das reduziert die Latenz und lagert die Kosten von ByteDance zu den Besitzern der Geräte aus.

Aber solche Botnetze werden halt schnell erkannt, und den Leuten, denen die Geräte gehören, dann ihre Internetzugänge gedrosselt oder gesperrt.

Das ist ein schwieriges Problem für ByteDance, und das Paper erforscht technische Lösungen, den Nutzen zu maximieren.

Denkt dran, wenn das nächste Mal euer Smart-Staubsauger langsam reagiert oder der Rolladenheber wie blöd Strom frisst, oder euer Internetanbieter euch drosselt.

AI Decompilation

In der Gaming-Szene geht gerade die Post ab. LLMs sind derart gut im Übersetzen von Spielen – von einer Sprache in eine andere, etwa von Assembler-Code zurück zu C++ oder JavaScript – dass jeder Amateur mit einem Claude-Abo in Tagen tun kann, wofür Profi-Programmierer früher Jahre brauchten.

Jeden Tag tauchen neue Spiele als Decomps, Recomps, oder Remakes auf – als Download, im Browser, auf Github.

Wie sieht das Ganze rechtlich aus? Und wenn jetzt jeder sein eigenes Call of Duty machen kann, werden große Konzerne dann endlich merken, dass das Schwert der Urheberrechtsverletzung in beide Richtungen schneidet?

Dieses Video fand ich ziemlich informativ. Zumindest Microsoft scheint die Spieleentwicklung, wie wir sie kennen, völlig aufzugeben.

Mit Gottes Segen

TITANIC – Lungenkrebs bei Leo XIV.: Vatikan reagiert auf Schockdiagnose

Ach, EA

Win des Monats geht an den Schöpfer der Fantasy-Spielereihe Ultima: Er nutzte eine Gesetzeslücke, um die Rechte an Ultima von Electronic Arts zurückzubekommen.

Under Section 203 of the US Copyright Act, authors have the right to terminate past copyright transfers after 35 years.
“I sold Origin to Electronic Arts in 1992, and there’s a really weird United States copyright law that says if you are the original holder of a copyright and you assign it or sell it to any publisher or any other entity, after 35 years, you can just take it back”
“There’s no money that needs to transfer. All you have to do is tell them a year before you take it back. And so in April of this year, I told Electronic Arts, ‘by the way, I’m going to take the copyrights to Ultima back’, and they wrote back and said, ‘yeah, we know that’s the law. We will act accordingly.’”

LOL

EA wurde von einem Saudi-arabischen Hedgefunds mit Beteiligung der Trump-Familie gekauft und hat gerade Bioware geschlossen, das Studio hinter der Mass Effect-Reihe, die auf meiner To-Play-Liste … *Papierraschel* … seit 2006 ziemlich weit oben steht.

Jack of All Trivia

Dad Comics

Saturday Morning Breakfast Cereal comics – Order (3)

Ach, Steven Seagal

Der Trottel ist auch wirklich jedes Mal einen Lacher wert!

AVGN – Batman Dark Tomorrow

Blutig und laut wie 2006! ❤️

Businessfunk

Falls ihr heute noch Spreadsheets bearbeiten müsst:

lol, CDU

Der Postillon hatte nach der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern sichtlich Spaß. Meine Lieblingsschlagzeilen:

Hui, Zhu Que

Elon Musks Starship hat vorgestern zum ersten Mal den Orbit erreicht – bei Testflug 14.

Die chinesische ZhuQue-3 landete vor sechs Wochen aufrecht, nachdem sie Nutzlast in den Orbit befördert hatte – bei ihrem zweiten Flug. Ihr erinnert euch vielleicht noch an den spektakulären Feuerball beim ersten Landeversuch.

Sie ging kurz nach der Landung in Flammen auf, aber das tat Starship ja auch immer.

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